Gespenster Nachzucht explodiert
Ich weis nicht wie und warum, aber unser Bestand an Extatosoma tiaratum (Australische Gespenstschrecke) explodiert förmlich.
Hunderte von Eiern werden wöchentlich aus dem Becken gesammelt, welche dann nach und nach in einem halben Jahr wieder schlüpfen werden. Dabei verkaufen wir die subadulten Tiere schon massenhaft. Ich bin beeindruckt.
Wir halten die Tiere in einem 60 x 40 x 60cm Phelsumenterrarium (schräge Frontscheibe) mit Küchenpapier als Bodengrund und zwei Gefäßen mit Brombeerästen. Beleuchtet und erwärmt ist das Terrarium mit einer 25W Glühbirne aus dem Baumarkt.
Bei der Zucht dieser Phasmiden achten wir auch ständig darauf, das mindestens ein Männchen im Terrarium sitzt und sich mit den Weibern paaren kann. Dies ist zwar nicht zwingend notwendig, da die Tiere auch Parthenogenese betreiben, aber um die Zuchtlinie stabil zu halten finde ich es sinnvoll.
Interessant ist es vielleicht noch zu erwähnen, das wir versehendlich Erde mit Gespenstschreckeneiern in die Überwinterungsboxen von den Schlangen gepackt haben - wie auch immer... Die Gespenstschrecken haben sich trots einer durchschnittlichen Temperatur von 10°C perfekt entwickelt. War schon etwas verwunderlich, das auf einmal kleine ameisenähnliche Gestalten (so tarnen sich die kleinen Gespenstschrecken in der ersten Häutung) im umfunktionierten Schlafzimmer herumlaufen... Naja... damit wäre mal wieder bewiesen, wie robust diese Phasmiden doch sind!
Hier noch ein paar aktuelle Bilder von unseren Gespenstern (weibl.):
Vorteile eines Terraristik-Blogs bei TerraFans! ;)
Längere Zeit habe ich mich geärgert, das ich die Inkubationszeit bei unseren Orthriophis taeniurus frisei (Taiwan Schönnattern) nicht notiert hatte...
Und das, obwohl es doch so etwas besonderes war, denn wir zeitigten die Eier der Schlangen nicht herkömmlich im Inkubator, sondern ließen sie dort, wo das Weib sie abgelegt hatte im Terri.
Das ganze Funktionierte wie hier schonmal geschrieben super!
Doch heute kam die Erleuchtung!![]()
Da ich ja immer fleißig meinen Blog führe (naja, fast immer) habe ich heute beim durchstöbern meiner alten Artikel doch tatsächlich entdeckt, das ich über die Eiablage UND über den Schlupf einen Artikel verfasst hatte...
Aufgrund des Aufnahmedatums, welches als Exif (Exchangeable Image File Format) Datensatz von Digicams in JPEG Fotodateien gespeichert wird, konnte ich sogar den Schlupf eines Jungtieres, dessen Foto in dem Artikel gespeichert ist, bis auf die Minute rausfinden.... Wie geil!
Nun kann ich mit Sicherheit sagen, das die Zeitigung von unseren Taiwan Schönnattern 69 Tage dauerte.
Ihr glaubt garnicht, wie mich so eine Kleinigkeit erfreut!
Neuzugang 2.4 Aulacobolus spec. Vietnam (neu: Tonkinbolus dollfusi)
Seit heute sind wir stolze Halter von zwei männlichen und vier weiblichen Aulacobolus spec. Vietnam ( Die neue Namensgebung ist eigendlich Tonkinbolus dollfusi anstatt Aulacobolus spec. Vietnam. Die Tiere sind aber noch weitläufig über den alten Namen bekannt ). Das sind farbenprächtige "groß werdende" Tausendfüsser aus Vietnam.
Wir haben uns diese Tiere, als Bodenaufräumer im zukünftigen Schönnatterterrarium angeschafft.
Interessant an den Tieren ist auf jeden Fall, die Farbe und die Größe. Ich fand schon immer als Kind die Tausendfüsser in unseren Landen sehr interessant und fragte immer: "Wie können die so viele Beine bewegen?"
Die A. spec. Vietnam sollen angeblich 8-10cm groß werden, sind nachtaktiv und bekommen erstmal Moos, Laub, altes morsches Holz, Sepiaschale, Golliwog und ein wenig Obst ins Terra.
An dieser Stelle ein paar Bilder, kurz nach dem Einsetzen ins Übergangsterrarium. Wir wollen die Tiere erstmal kennen lernen und eventuell warten, bis sie ein bischen größer sind.
An alle interessierten, hier gehts zur Gruppe millipedes auf terrafans.com
Schönnatter Nachzucht ohne Inkubator (Orthriophis taeniurus frisei)
Vor einiger Zeit haben unsere Schönnattern ein Gelege abgelegt und wir überlegten uns, da Schönnattern nicht sehr beliebt sind (!SEHR unberechtigt!), diese Eier nicht in ein Brutgerät zu packen. Doch wollte ich den Eiern eine Chance geben und habe sie auf gut Glück im Terrarium gelassen. Ohne Brutgerät wurde aus fast allen Eiern etwas, außer zwei unbefruchteten und ein Jungtier hat es nicht aus dem Ei geschafft!!
Wir zeitigten die Eier einfach im Terrarium, wo das Weibchen sie ablegte - in einer halben Amphore, wo sie auch Feuchtigkeit durch den Kokoshumusboden bekamen. Die Inkubation dauerte vom 20. Juni bis zum 27. August (69 Tage) und die Jungtiere waren teils doppelt so groß, als bei einer Inkubation mit einem Brutgerät. Durch Nachtabsenkung und Temperaturschwankungen sind so sehr stabile, gesunde und kräftige Jungtiere entstanden.
Auch bei meinen Chondrodactylus turneri (Dickfingergecko) habe ich die Erfahrung gemacht, das eine Inkubation ohne Brutgerät sehr gut funktioniert. Man sollte den Tieren eh im Terrarium alle möglichen Temperatur und Klimazonen bieten, das Weibchen sucht sich schon die richtige Stelle zur Eiablage aus.
- Die Eier sahen schlecht aus und wir wollten sie kurz vorher schon entsorgen…
- Die Eier im Terrarium
- Ein paar sind schon geschlüpft…
- Neu auf dieser Welt
- Jungschlange und Elterntier in der Amphore
- Vater und Jungtier im Terrarium
- Beim Erkunden im Terrarium
- Untersuchen der Jungtiere und Trennung in seperate Behälter
- Kurz nach dem Schlupf, die Jungtiere in ihren beschrifteten Boxen
Wir haben auch beobachtet, das Orthriophis taeniurus frisei eine gewisse Art von Brutpflege machte. Wobei unsere Tiere so ruhig sind, das wir ohne Probleme die Jungtiere entnehmen konnten. Irgendwie bildeten wir uns auch ein, das die Jungtiere die Gesellschaft der Elterntiere suchten und sehr entspannt aussahen.
Weitere Bibrons gefunden!!
Ich lange mir mitlerweile an den Kopf... Gerade fand Steffi im alten Bibronbecken noch 2 kleine Geckos!
Die Tiere sind noch fitter als das erste Tier, über das ich hier geschrieben habe... Sie sehen gut genährt aus, waren hell von der Körperfarbe und schon mindestens zwei mal gehäutet...
Ich bin total perplex... In diesem Terra lagen die ganze Zeit nur eine Wurzel und ein Stück Kork! Beides genaustens untersucht nach dem letzten Fall!!
Das entpuppt sich hier als super laufende Chondrodactylus turneri Zuchtstation und wir wissen nicht wie das sein kann...
Wahnsinn...
Zuchthaus für Schaben
Endlich Feierabend...
Unsere Schabenhaltung wurde heute im Teamwork (Steffi & Ich) überholt. Da unser Bodengrund (Hundeflocken) angefangen hat zu schimmeln mussten wir ihn auswechseln... Tolle Wurst! Steffi musste mehrere Stunden hunderte von Schabenbabys und großen Tieren von Haferflockenstückchen und sonstigem Zeugs unterscheiden und aussortieren... Die guten ins Töpfchen, die schlechten... äh... in den Müll.. Die Hälfte ist nun geschafft... hoffen wir!
Heute habe ich dann ungefär 6 Stunden damit verbracht ein Aquarium in ein Terrarium umzubauen. Dieses soll nun für unsere Blabtica dubia Schabenzucht herhalten!Ach ja... 6mm Glas ist durchaus gut zu schneiden, entgegen den Erfahrungen vieler hatte ich garkeine Probleme! Gewusst wie!
Es ist nun die (fast) perfektionierte Schabenhaltung...
Als Wärmequelle setze ich nun ein 50W Heizkabel ein, welches ich in einem Holzramen, frei schwebend, in Schlingen angebracht habe. Das Konstrukt habe ich dann mit metall Fliegengitter umhüllt und es auf den Boden des neuen Beckens gelegt.
Darauf sind nun Eierkartons, die den Schaben als Versteck dienen... Dafür muss ich mir aber auch noch etwas professionelleres einfallen lassen. Das kann ja nicht so simpel bleiben!
Mir schwebt da so etwas ähnliches wie ein vertikales Schubladensystem vor - ähnlich wie bei Bienenstöcken. Mal sehen...
Naja, jetzt haben sie erstmal gutes Müsli bekommen und sind Glücklich und ich habe mir meinen Frust von der Seele geschrieben!




















