Home of Sickness Eine kranke Sehenswürdigkeit

9Feb/103

Aufteilung der Blindschleichen in mehrere Unterarten scheint notwendig

Neueste genetische Analysen an Anguis fragilis (Linnaeus, 1758) zeigen, das die entwicklungsgeschichtlichen Unterschiede in dieser Art sich viel ferner liegen, als bisher angenommen.

Anguis fragilis, aufgenommen in Polen

Anguis fragilis, aufgenommen in Polen

Durch eine neue Studie von tschechischen Wissenschaftlern hat sich nun entgültig bestätigt, das es sich bei der Peloponnes-Blindschleiche (Anguis cephallonica) tatsächlich um eine eigene Art handelt und das diese als Schwestertaxon einer Gruppe von drei weiteren evolutionären Linien gegenübersteht. Auch diese drei sind so weit voneinander getrennt, dass sie als eigenständige Arten anzusehen sind.

Demnach würden die "eigentlichen Blindschleichen" wie folgt aufgeteilt werden:

  • Anguis fragilis: West- und Zentraleuropa, nordwestlicher Balkan und wahrscheinlich auch in Westskandinavien und Italien
  • Anguis colchica: Im Osten Tschechiens, ostwärts des baltischen Gebiets bis zum Nordiran, sowie vermutlich auch im Osten Skandinaviens und Nord-Osten der Balkanhalbinsel
  • Anguis graeca: südlicher Balkan
  • Anguis cephallonica: das Verbeitungsgebiet überlappt sich mit dem von Anguis graeca im südlichen Balkan

Die kaukasischen und kaspischen Populationen von Anguis colchica verdienen jedoch nach neusten genetischen Daten Unterstatus.

Momentan wird die Blindschleiche traditionell nach ihrer Formenvielfalt und der Grundzeichnung in eine westliche Nominatform (Anguis fragilis fragilis) und eine östliche (Anguis fragilis colchica) Unterart unterteilt.

Blindschleichen aus dem deutschsprachigen Raum gehören somit nun Anguis fragilis an.

Anguis fragilis Weibchen mit 9 Jungtieren in Frankreich

Anguis fragilis Weibchen mit 9 Jungtieren in Frankreich

Diese Aufteilung in einzelne Subgruppen wirft auch ein neues Licht auf den Artenschutz und sollte bei nachfolgenden Schutzmaßnahmen berücksichtigt werden! Anguis fragilis gilt momentan im deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) zwar als ungefährdet, muss allerdings große Rückschläge als Kulturfolger erleiden.

Hauptgefahren der Art sind intensive Land- und Forstwirtschaft, Flurbereinigung, Flächenentwässerung, Straßenverkehr, Siedlungs- und Straßenbau, Rekultivierungsmaßnahmen in Abbaugruben, die Mahd von Gras-Stauden-Randstreifen und Wiesen (besonders mit Kreiselmähern), die Beseitigung von Versteckplätzen, das „Aufräumen“ von „unordentlichen“ Böschungen und Ruderalfluren und vieles mehr. Aus Unkenntnis und Abneigung gegenüber der vermeintlichen Schlange wird die völlig harmlose Blindschleiche auch heute noch in großer Zahl erschlagen oder zertreten, wenn man ihr begegnet. Dies kann lokal durchaus bestandsbedrohende Ausmaße annehmen. Von Hauskatzen werden Blindschleichen und andere Kleinreptilien gejagt und dabei zumindest verletzt. Durch ihr Verhalten, sich auf Wege zu legen, um Wärme zu tanken, fallen sehr viele Blindschleichen dem Verkehr zum Opfer. Dabei werden sie häufig auch von Radfahrern überfahren.

Gesetzlicher Schutzstatus

Nationale Rote Liste-Einstufungen

  • Rote Liste Bundesrepublik Deutschland: n (nicht gefährdet, nicht geführt)
  • Rote Liste Österreichs: NT (Gefährdung droht; Vorwarnliste)
  • Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet; allerdings Rückgang des Bestands im Mittelland und den Tieflagen der Täler)
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Informationsquellen:
Die Blindschleiche: Ein Artenkomplex (DGHT, Freitag, 05. Februar 2010)
Blindschleiche (Wikipedia, Stand 09. Februar 2010)
7Jan/105

Science-Fiction Schnellboot von Tierschützern gesunken!

Da ich hier auch oft über Dinge berichte, die uns und unseren Planeten angehen, möchte ich meinen Teil zur Bekanntmachung des eskalierten Kampfes zwischen einem japanischen Walfängerschiffs und des Trimarans "Ady Gil" beitragen.

copyright ©2009 Sea Shepherd Conservation Society

copyright ©2009 Sea Shepherd Conservation Society

Das Hightech Boot der Tierschützer hat Aufsehen erregt durch seine gewagte Form, die ehr an Science-Fiction errinnerte. Nun ist das Boot aufgrund einer Kollision mit einem Walfängerschiff in der Antarktis angeblich gesunken. Die sechs Insassen sollen allerdings wohlauf sein!

Wie kann es bitte sein, das bei unserem heutigen Wissenstand über die Meeressäuger, diese immernoch gejagt und abgeschlachtet werden... Angeblich wegen Forschungszwecken... Zeigt das nicht mal wieder wie scheinheilig und stupide der Internationale Umweltschutz eigendlich ist?

Hier gehts zum Video der Kollision aus der Sicht der Wahlfänger

Hier ein Video auf dem man den Zusammenstoß von vorne sehen kann

Dieser Link führt euch zu Seite von Sea Shepherd

21Dez/0912

Avatar – Aufbruch nach Pandora

© 2009 Twentieth Century Fox

© 2009 Twentieth Century Fox

Ich glaube, es dürfte der beste Film gewesen sein, den ich je gesehen habe... Und da sich dieser Film auf den Umgang der Menschen mit der Natur bezieht schreibe ich über ihn meine Interpretation auf meinem Terraristik Blog, denn die Terraristik ist für mich so etwas wie eine Hommage an unsere schon fast verlorene Natur.

Trailer...

Dieser Film hat mich wirklich bewegt, was sonst nur durch mittelschwere Schicksalsschläge möglich ist. Eine Story geformt aus dem Dilemma, wie wir Menschen mit unserer "Mutter", dieser Erde umgehen, gepackt in einen Film, der es wiederspiegelt, wie man sich doch eigentlich als "denkender Mensch" in einer Gesellschaft fühlt, die den eigenen Planeten tötet.

© 2009 Twentieth Century Fox

© 2009 Twentieth Century Fox

Der neue Kinostreifen "Avatar - Aufbruch nach Pandora" handelt von einem Volk, den Na'vi, die auf einem fernen Planeten namens Pandora in absolutem Einklang mit ihrer Natur leben. Ein Ex-Marine wird dort als Avatar (in einem geklonten Körper, der den Na'vi ähnlich ist) eingeschleust um die Sitten und Bräuche des Stammes zu erlernen. Der Zuschauer kann sich sehr schnell mit den Taten und Gefühlen des Kriegers identifizieren - zumindest war dies bei mir der Fall. Der Ex-Marine weiß von Anfang an, das er dort nur eingesetzt wurde, um die Schwachstellen der Na'vi herauszufinden, welche die Menschen letztendlich nutzen wollen um bei einer Ausbeutung des Planeten keinen Wiederstand zu haben.

Der Ex-Marine im Körper seines Avatars durchläuft die komplette Schule der Na'vi um schlieslich ein akzeptiertes und vollwertiges Mitglied dieses primitiven Volkes zu werden. Im Laufe dieses Prozesses bemerkt er jedoch, das er sich in diese noch intakte Welt, in der die Lebewesen zusammen im Einklang leben, verliebt hat. Ihm und dem Zuschauer wird nun die Schitsofrenie dieses Zustands bewusst, diese so wunderbare und perfekte Welt zu lieben und doch gleichzeitig die größte Bedrohung dieser empfindlichen Umgebung zu sein. Diese Tatsache ist jedem Menschen auch in unserer Welt im Grunde bewusst, doch man ist in seiner Rolle ähnlich wie der Filmavatar gefangen.

© 2009 Twentieth Century Fox

© 2009 Twentieth Century Fox

Im nun stattfindenden Krieg, zwischen den Na'vi und den Menschen, welche wieder einmal von Geld, Profit und Herrschaft getrieben, eine Rasse oder einen Gegenspieler zum Feind macht, um einen Grund zu haben, sich das zu holen was man sonst nicht bekommen hätte - Rohstoffe - ist der Mensch wieder kurz davor ein Ökosystem zu zerstören und seine unerbittliche Grausamkeit und Engstirnigkeit unter Beweis zu stellen.

Die Ureinwohner bekämpfen die gewaltsamen Eindringlinge mit all ihren Mitteln, sind jedoch hoffnungslos unterlegen und müssen tiefgreifende Verluste erleiden. Eine höhere Macht, der Planet, die Macht und Mutter, an die die Na'vi glauben, mischt sich im Film in diesen Kampf ein und alle Lebewesen dieses Planeten kämpfen zusammen um ihr Überleben. Dies ist leider nur im Film so...

In dem Film "Avatar" wird die Menschheit in die Schranken gewiesen. Leider lässt sich dies nicht auf unseren Planeten übertragen, denn offen gestanden, "der Natur ist es egal ob wir sie zerstören", nur wir werden irgendwann mit vollem Bewusstsein darunter leiden. Auf ein Happy-End ist in der realen Welt wohl kaum zu hoffen...

Ich möchte hier nun keine scheinheiligen Texte tippen, sondern nur mal wieder zum Nachdenken über dieses Thema anregen! Mir wurde wieder einmal bei vollem Bewusstsein klar, das auch wir Rädchen in dieser gewaltigen Maschinerie sind, die diesen Planeten aussaugt und sich nimmt was ihr nicht zusteht. Das bewusste Leben könnte vieles verhindern und könnte helfen... Kein Gott, oder wie die "Über-Ich´s" alle heisen, übernimmt die Verantwortung für das was getan wurde und weiter getan wird, sondern wir.

Somit entlasse ich den intressierten Leser mit diesen Worten und hoffe diesen Film und seine "Mission" auf meine Art unterstützt zu haben. Ich empfehle wirklich diesen Film anzusehen. Im 3D Kino ist er einfach bombastisch. Die Darstellung des Planeten Pandora mit seiner ausserirdischen und doch so bekannten Flora und Fauna ist dermaßen authentisch und real gemacht, das es einem den Atem raupt.... Genial!

So far, so good… SickSight.

Tip: Hier gibt es ein Wallpaper Paket zu James Cameron´s "Avatar - Aufbruch nach Pandora" in guter Qualität zum Download.

22Aug/090

Winkerfrösche aus Borneo (Staurois guttatus)

Staurois guttatus

Staurois guttatus

Sie leben an Wasserfällen im sehr hügeligen Gelände von Borneo und können sich bei dem Lärm des rauschenden Wassers meist nicht hören.

Diese Winkerfroschart (Foot-Flagging Frog, siehe linkes Bild) gehört zu den nur 16 weltweit bekannten Arten der so genannten Winkerfrösche, genauer zur Gattung Staurois guttatus welche zu den echten Fröschen zählt (Ranidae).

Was macht man nun wenn der Kommunikationsweg über Laute ausfällt?

Man muss doch dem nächsten Weibchen signalisieren, das man paarungswillig ist... Auch den konkurrierenden Männchen muss man klar machen wo der Hammer hängt... Wie soll man denn da richtig balzen?? Klar, der Mensch würde auf Zeichensprache, bzw. Gestiken umsteigen.

Ebenso dieser Frosch.

Der Tiergarten Schönbrunn hat im Jahre 2007 ein Projekt gestartet, welches die Gründe dieser sonderbaren Kommunikation erforschen soll. Bis jetzt ist klar, das die Tiere sich unterschiedlich ausdrücken können. Zum einen für einen Frosch typisch durch Quaken (ehr zwitschern in dem Fall), zum anderen durch die Gestiken.

Ich habe nicht schlecht gestaunt als ich das Winken dieser tropischen Amphibien im Fernsehen gesehen habe und wollte darüber einen Blogbeitrag schreiben, um mal wieder zu berichten, wieviele interessante Tierarten es doch auf dieser Welt gibt!  Ich denke diese Tiere dürfen niemals für ein Terrarium in betracht gezogen werden, denn wie zum Hänker sollte man den Tieren ein natürliches Habitat schaffen?? Mit einem tosenden Wasserfall im Wohnzimmer? ;)

Wen das Thema näher interessiert, hier wäre ein Artikel der Universität Wien:

"Frosch-Kommunikation unter vollem Körpereinsatz"

6Aug/098

TierSchG, Abschnitt Tierhaltung

Der Verstand eines Tierhalters sollte durch die Logik regiert werden und DIESE mit diesen drei Sätzen abgeglichen werden...

Zitat des TierSchG, Abschnitt Tierhaltung § 2:

Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat,

  1. muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen,
  2. darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden,
  3. muss über die für eine angemessene Ernährung, Pflege und verhaltensgerechte Unterbringung des Tieres erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen.

Ich finde den Abschnitt sehr gut und simpel formuliert und jeder, der ein Tier hält sollte ihn kennen und verstehen!

Wenn TerraFans! einmal eine Größe haben sollte wo irgendwelche Mitglieder die beliebten Kettenbriefe beginnen, dann sei ihnen jetzt schon gesagt, das ein Zitat des §2 erlaubt ist! ;)

Tierschutzgesetz (TierSchG) in seiner Gesamtfassung (Die neuste Version des Adobe Readers ist nötig)
Ausfertigungsdatum: 24.07.19721313), das zuletzt durch das Gesetz vom 15. Juli 2009 (BGBl. I S. 1950) geändert worden ist.

   

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Danke fürs lesen, ich hoffe meine Artikel wecken dein Interesse! ;)


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