Home of Sickness Eine kranke Sehenswürdigkeit

6Aug/112

Unser Waran und das Hühnerei…

Ist es eigentlich normal, dass Warane in Gefangenschaft, keine Eier fressen können?

Ich muss leider immer wieder feststellen, das unser Sudi (Varanus albigularis) keinen Plan vom Eieressen hat. Die Warane im Fernsehen können das doch auch, oder ist das immer Zufallssache?!

Egal wie vorsichtig er das Ei versucht zu knacken... Immer läuft der ganze Senf aus dem Maul heraus und er frisst die leeren Eierschalen. Nicht, das sein Maul groß genug wäre, das ganze Ei in einem Stück zu fressen... Neeeeiiiin.... -.-

Meine Grundüberlegung an dieser Stelle ist folgend:
Wenn alle Kapwarane (in Afrika angeblich als Eierdiebe verflucht) in der Natur so dumm wären, dann wäre es doch echt Verschwendung von Nahrung. Dies kann doch normal kein Steppentier riskieren!! Ich müsste mich wirklich mal erkundigen, wie es mit dem Lernverhalten bei Reptilien ausschaut und ob es darüber irgendwelche Studien gibt...

Mein Fazit:
Der Spruch "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr." trifft wohl auch auf unseren Waran zu. Verwunderlich, aber anderes kann ich mir nicht vorstellen... Sudi ist auch nicht wirklich "gut aufgewachsen", wie in einigen meiner Beiträge zu lesen ist. Drücken wir alle die Daumen, das er irgendwann vll. doch noch ein richtiger Kapwaran wird.

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5Aug/111

TerraFans! ist wieder benutzbar :D

TerraFans! wurde in der letzten Woche aktualisiert und wieder in Schuss gebracht. Ich teste das gleich mal mit ein paar neuen Bildern. Außerdem ist ein Blogartikel mehr als überfällig! ;)

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23Aug/103

Waran zieht ins Endterrarium

Der Titel dieses Artikels ist natürlich nur ein Scherz, denn ein Varanus albigularis passt sich sicherlich nicht, wie viele behaupten, dem Becken an! Die Bilder sind einfach zu genial und NEIN, wir haben ihn nicht gezwungen!^^

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13Feb/105

Ausräumaktion im Großterrarium von Sudi

Aufgrund von Lungenwürmern (Rhabditidae), die aktuell im Kot von Sudi - dem Kapwaran - zu finden waren, müssen wir nun leider das komplette Terrarium ausräumen und reinigen um diesen Endoparasiten keine weitere Chance zu geben.

Gestern Abend begann der Kampf mit der Beseitigung von ca. 440 Liter Erdreich und 225 kg Lehm, Kies und Sand. Hier berichtete ich vor einiger Zeit über das Befüllen des Terrariums. Es ist natürlich verdammt schade, diesen "gut eingetretenen" und perfekt gemischten Terrarienboden nun zu entsorgen, aber mir blieb leider keine andere Wahl.

Dank der Mithilfe von Marc wurde die Arbeitszeit um einiges verringert und wir brauchten mit Pausen und Abendessen, eigendlich nicht lange... (ca. 2 - 3 Stunden)

Natürlich wurde dokumentiert! ;)

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10Feb/100

Absolute Winterstarre bei Blindschleichen

Schock bei der Kontrolle der Überwinterungsquartiere der Blindschleichen (Anguis fragilis)!

Gerade dachte ich es trifft mich der Schlag... Wie fast jeden Tag kontrollierte ich die Temperatur des Kühlschranks, in dem gerade unsere 1.2 Anguis fragilis überwintern. Ein Weibchen war komischerweise ausgegraben an der Oberfläche in ihrer Überwinterungsbox. Sehr ungewöhnlich bei einer Temperatur von 8°C dachte ich mir...

Ich nahm die Box raus um das Tier zu kontrollieren und lies schon einen Schrei fahren, da das Tier nicht mehr lebendig zu sein schien! Die Schleiche bewegte sich keinen Millimeter und hatte beide Augen geschlossen, verharrte doch in einer total unnatürlichen Position mit angehobenem Kopf und war starr. Auch auf Berührung reagierte das Weibchen nichtmal mit dem leisesten Zucken...

Als ich das Tier aus der Box nahm, bemerkte ich, das sich die Körperspannung des Tieres nicht nach einer Leichenstarre anfühlte und das es sich sogar ganz leicht zu bewegen schien. Natürlich setzte ich das tot geglaubte Weib sofort wieder in ihre Box und beobachtete nochmal ganz genau... Tatsächlich! Sie bewegt sich... *puh und Stein vom Herzen fall und so* :)

Nach einer Kontrolle der restlichen 1.1 A. fragilis setzen wir nun die Winterruhe mit guter Hoffnung fort! Interessant finde ich, in welch tiefe Starre die Tiere verfallen sind. Dies ist bei gleicher Temperatur bei Zamenis situla nicht zu beobachten.

So far, so good… SickSight.

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9Feb/103

Aufteilung der Blindschleichen in mehrere Unterarten scheint notwendig

Neueste genetische Analysen an Anguis fragilis (Linnaeus, 1758) zeigen, das die entwicklungsgeschichtlichen Unterschiede in dieser Art sich viel ferner liegen, als bisher angenommen.

Anguis fragilis, aufgenommen in Polen

Anguis fragilis, aufgenommen in Polen

Durch eine neue Studie von tschechischen Wissenschaftlern hat sich nun entgültig bestätigt, das es sich bei der Peloponnes-Blindschleiche (Anguis cephallonica) tatsächlich um eine eigene Art handelt und das diese als Schwestertaxon einer Gruppe von drei weiteren evolutionären Linien gegenübersteht. Auch diese drei sind so weit voneinander getrennt, dass sie als eigenständige Arten anzusehen sind.

Demnach würden die "eigentlichen Blindschleichen" wie folgt aufgeteilt werden:

  • Anguis fragilis: West- und Zentraleuropa, nordwestlicher Balkan und wahrscheinlich auch in Westskandinavien und Italien
  • Anguis colchica: Im Osten Tschechiens, ostwärts des baltischen Gebiets bis zum Nordiran, sowie vermutlich auch im Osten Skandinaviens und Nord-Osten der Balkanhalbinsel
  • Anguis graeca: südlicher Balkan
  • Anguis cephallonica: das Verbeitungsgebiet überlappt sich mit dem von Anguis graeca im südlichen Balkan

Die kaukasischen und kaspischen Populationen von Anguis colchica verdienen jedoch nach neusten genetischen Daten Unterstatus.

Momentan wird die Blindschleiche traditionell nach ihrer Formenvielfalt und der Grundzeichnung in eine westliche Nominatform (Anguis fragilis fragilis) und eine östliche (Anguis fragilis colchica) Unterart unterteilt.

Blindschleichen aus dem deutschsprachigen Raum gehören somit nun Anguis fragilis an.

Anguis fragilis Weibchen mit 9 Jungtieren in Frankreich

Anguis fragilis Weibchen mit 9 Jungtieren in Frankreich

Diese Aufteilung in einzelne Subgruppen wirft auch ein neues Licht auf den Artenschutz und sollte bei nachfolgenden Schutzmaßnahmen berücksichtigt werden! Anguis fragilis gilt momentan im deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) zwar als ungefährdet, muss allerdings große Rückschläge als Kulturfolger erleiden.

Hauptgefahren der Art sind intensive Land- und Forstwirtschaft, Flurbereinigung, Flächenentwässerung, Straßenverkehr, Siedlungs- und Straßenbau, Rekultivierungsmaßnahmen in Abbaugruben, die Mahd von Gras-Stauden-Randstreifen und Wiesen (besonders mit Kreiselmähern), die Beseitigung von Versteckplätzen, das „Aufräumen“ von „unordentlichen“ Böschungen und Ruderalfluren und vieles mehr. Aus Unkenntnis und Abneigung gegenüber der vermeintlichen Schlange wird die völlig harmlose Blindschleiche auch heute noch in großer Zahl erschlagen oder zertreten, wenn man ihr begegnet. Dies kann lokal durchaus bestandsbedrohende Ausmaße annehmen. Von Hauskatzen werden Blindschleichen und andere Kleinreptilien gejagt und dabei zumindest verletzt. Durch ihr Verhalten, sich auf Wege zu legen, um Wärme zu tanken, fallen sehr viele Blindschleichen dem Verkehr zum Opfer. Dabei werden sie häufig auch von Radfahrern überfahren.

Gesetzlicher Schutzstatus

Nationale Rote Liste-Einstufungen

  • Rote Liste Bundesrepublik Deutschland: n (nicht gefährdet, nicht geführt)
  • Rote Liste Österreichs: NT (Gefährdung droht; Vorwarnliste)
  • Rote Liste Schweiz: LC (nicht gefährdet; allerdings Rückgang des Bestands im Mittelland und den Tieflagen der Täler)
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Informationsquellen:
Die Blindschleiche: Ein Artenkomplex (DGHT, Freitag, 05. Februar 2010)
Blindschleiche (Wikipedia, Stand 09. Februar 2010)

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1Feb/102

Winterruhe – Die 2. Halbzeit im Kühlschrank

Das vorläufig neue Quartier unserer Europäer ist nun ein Kühlschrank von Bosch.

Bis dato überwinterten wir sie im Schlafzimmer, bei einer Temp. von ca. 10-12°C, was aber das Schlafzimmer unbrauchbar für uns Frostbeulen machte...

Die Kühl-/Gefrierkombi haben wir uns eigenst für die Überwinterung von Reptilien und als Depot für die gefrosteten Futtertiere zugelegt. Das beste an dem Teil ist jedoch, das die Kühl- und Gefrieretage getrennt schaltbar sind, wodurch wir zum Ende der Überwinterungsperiode das Kühlteil einfach abschalten können und so Strom sparen können! 8)

Momentan sind dort folgende Tiere bei 7°C und ca. 77% rel. Luftfreuchte versammelt:

1.2 Zamenis situla (Leopardnattern)
1.2 Anguis fragilis (Blindschleichen)
Die oberen Boxen für die Blindschleichen, die unteren drei für die Leopardnattern.

Die oberen Boxen für die Blindschleichen, die unteren drei für die Leopardnattern.

Mal sehen, wie lange wir die Tiere noch in der Winterruhe belassen, ich denke mindestens bis Anfang März und auf jeden Fall, bis die neue Terrarienanlage steht. Überraschend ist übrigens, das die Tiere trots der niedrigen Temperatur noch erstaunlich aktiv sind. Wer denkt, das die Tiere in einer Winterruhe durchgehend schlafen, irrt.

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8Nov/097

Gecko wirft Schwanz ab

Gerade passierte uns ein kleines Missgeschick.

Beim einfangen eines unserer Dickfinger-Weibchen (Chondrodactylus turneri) passierte das Malheur. Durch ein Missgeschick wurf der Gecko seinen Schwanz ab und der hüpfte doch geschlagene fünf Minuten vor meiner Nase herum.

Schade, schade, so ein Regenerat wird nich mehr so schön, wie der ursprüngliche hübsche Schwanz dieser Geckoart...
Aber es ist jetzt nunmal geschehen... Um dem ganzen hier wenigstens noch einen kleinen Nutzen zu geben verfasse ich einen kleinen Blogeintrag mit einem Video, das ich ca. 2-3 Minuten nach dem Unfall aufgenommen hatte:
Lade HIER deine Terraristik-Videos auf myTerra.TV hoch!

An alle, denen dieses Verhalten eines Geckos fremd ist:
Dieser Gecko hat seinen Schanz abgeworfen um uns, als potentiellen Angreifer, abzulenken. Im Normalfall wirft ein Gecko seinen Schwanz ab und schleicht sich langsam davon... Der Schwanz zuckt dann ein paar Minuten herum und lenkt so praktisch alle Aufmerksamkeit vom Gecko ab. Der Gecko kann flüchten, zahlt jedoch einen gewissen Preis - überlebt jedoch.
Chondrodactylus turneri ist jedoch angewiesen auf seinen Schwanz. Diesen braucht er um Fettreserven zu speichern (das helle Fleisch, welches man im Video unscharf erkennen kann) und der Gecko nutzt ihn um die Ballance beim Klettern und hüpfen zu halten.
Der Schwanz bricht an einer Sollbruchstelle und das Tier verliert keinen Tropfen Blut. An dieser Stelle wächst auch wieder der neue Schwanz - das Regenerat. Dieses wird jedoch anderst aussehen und besitzt auch keine Sollbruchstellen mehr. Ein weiteres Abwerfen des Schwanzes abwärts der letzten Sollbruchstelle ist damit unmöglich.

So far, so good…

UPDATE:

Der Gecko hat den Schwanz am 8. November 2009 abgeworfen. Nun, nach 8 Wochen, am 7. Januar 2009 ist das Regenerat schon zu sehen. Klein - aber es wird!

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15Sep/095

Geschlechtsrevision und Namensgebung von Reptilien

Tja... wir mussten ja nun feststellen das unser Kapwaran "Susi" eigendlich garkeine "Susi" ist... Ehr ein Suser(?)...

Nun stehen wir komplett verwirrt da und reden sie einmal weiblich, ein andermal männlich an... Wie soll sie nun heißen? Suser ist blöd... eine Idee wäre "Herr Susi" oder Susar... Keinen Plan! :/

Das hat man nun davon, wenn  man Reptilien namen gibt, wobei ich das ja schon von Anfang an tat. Gut einige meiner Tiere haben bis heute keinen Namen, da mir zum Zeitpunkt des Kaufs einfach die Kreativität fehlte.

So ein Tier wie ein Waran muss aber meiner Meinung auf jeden Fall einen Namen haben...

Damals wollte ich sie ja ehr Hektor oder Dozer oder so nennen... Da ging das ja nicht, weil sie ja ein Weiblein war... Und nu ist der Name "Susi" so ins Hirn gefräst, das es kaum zu ändern ist...

Was für eine Misere...

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2Sep/094

Bau eines Großterrariums, Steppe – 300 x 170 x 190cm

Hier kommt eine kleine Foto-Lovestory!

Bau eines Großterrariums 300 x 170 x 190cm aus OSB-3 Platten in unserem Wohnzimmer.
In dem Terrarium wohnt jetzt schon einige Zeit unser Kapwaran (Varanus albigularis).

Das Tier ist momentan bei einer Gesamtlänge von 120cm und wir hätten uns gerne noch ein größeres Terrarium gewünscht. Mal sehen ob das Tier noch größer wird oder ob es durch die Auswirkungen der letzen Haltung so "klein" bleibt. Wenn das Tier wirklich die 2m Grenze erreichen sollte müssen wir uns wohl nach einer neuen Wohnung umsehen!

Mit einem groben Plan, den auch ihr euch hier als Video ansehen könnt, haben wir per "planing by doing" drauf los gebaut und ein richtig stabiles und begehbares Terrarium gezaubert.

Hier eine kleine Liste, welche Materialien ich verbaut habe:

  • OSB3 Verlegeplatten für die Wände und den Boden
  • Hartfaserplatten für die Decke
  • Dachlatten für die Stabilität
  • Seeeehr viele Schrauben
  • Trittschalldämmung um den Boden zu schützen und Schall aus dem Terrarium und in das Terrarium zu vermeiden
  • PVC Boden um das Becken bei Bedarf gut reinigen zu können
  • Hochwertiges Silikon in Holzfarbe
  • kugelgelagerte Schiebescheiben (6mm Glas) mit Aluminiumprofil
  • Türlüftungen zum einbauen
  • Raufasertapete für die Außenflächen

Hier die Liste der Technik die verbaut wurde:

  • Badezimmerlüfter für die Luftzirkulation
  • 2 x T5 54W Leuchtstoffröhren (HO)
  • 1 x 100W JBL UV-Spot plus
  • 1 x 150W Baustrahler (Notlösung zur lokalen Wärmeunterstützung)
  • 1 x 300W Osram Ultra Vitalux (gelegendliche Bestrahlung)
  • 1 x 70W HQI Reflektorstrahler
  • Einige Wochenzeitschaltuhren

Einrichtung:

  • 300 Liter Erde
  • 140 Liter Rindenmulch
  • 50 kg Lehm
  • 25 kg feinen Kies
  • 150 kg Sand
  • Eine große Höhle (Ehemalige Teichfilterabdeckung in Sandsteinoptik)
  • 2 Äste
  • kleine Wasserschale
  • etc.

Geplante Änderungen:

  • Weiterer Ausbau der Beleuchtung
  • Rückwandmodule in Steinoptik
  • Etagen zur Erweiterung der Grundfläche
  • Je nach dem wie groß das Tier wird, müssen weitere Änderungen geplant werden

So das wars erstmal, wobei ich euch sagen muss, das so ein Großterrarium immer eine Baustelle ist/bleibt und Kosten in Höhe eines gebrauchten Kleinwagens verschlingt... Ganz zu schweigen von den Stromkosten! ;)

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