Immernoch Baustelle…
Ich bin immernoch mit dem Großumbau unseres Tierzimmers beschäftigt und es sieht dementsprechend aus wie eine Baustelle, oder wie ich neuerdings auch sage, eine Forschungsstation. Hört sich einfach besser an!
Ich bin immernoch nicht fertig mit dem Schönnatterterra und denke schon über das nächste Terrarium nach, denn bis anfang - mitte März wollte ich eigendlich fertig sein.
ToDo für die nächsten Tage:
- Glas besorgen für die Front des Schönnatterterrariums, am besten wenn die Glaserei offen hat... -.-
- Massen an Erde, Humus und feinen Rindenmulch kaufen
- Mischrasensamen (diesmal nicht dieser furchtbar gepflegte Sportrasen, ist ja kein Golfplatz)
- Allerlei Äste und Deko, bzw. ein halber Wald... Schonma Danke an Nadin für die angebotene Hilfe!
- ...
Dem Innenausbau des Terrariums widme ich mich zu einem späteren Zeitpunkt. Zwei weitere 150cm x 70cm x 100cm Terrarien warten auf den Bau. Gerne hätte ich erstmal das "Grundgerüst" des Tierzimmers stehen, bevor ich mich an die Romantik mache. Pflanzen und Tiergerechte Einrichtung sind natürlich von Anfang an ein Muss.
Bis dahin wird erstmal ein neuer Fussabtreter (s. Bild) den Eingang zum Tierzimmer schmücken, denn nichts ist schöner als Holzspäne, die mit Socken durch die Wohnung getragen werden...
So far, so good… SickSight.
Gespenster Nachzucht explodiert
Ich weis nicht wie und warum, aber unser Bestand an Extatosoma tiaratum (Australische Gespenstschrecke) explodiert förmlich.
Hunderte von Eiern werden wöchentlich aus dem Becken gesammelt, welche dann nach und nach in einem halben Jahr wieder schlüpfen werden. Dabei verkaufen wir die subadulten Tiere schon massenhaft. Ich bin beeindruckt.
Wir halten die Tiere in einem 60 x 40 x 60cm Phelsumenterrarium (schräge Frontscheibe) mit Küchenpapier als Bodengrund und zwei Gefäßen mit Brombeerästen. Beleuchtet und erwärmt ist das Terrarium mit einer 25W Glühbirne aus dem Baumarkt.
Bei der Zucht dieser Phasmiden achten wir auch ständig darauf, das mindestens ein Männchen im Terrarium sitzt und sich mit den Weibern paaren kann. Dies ist zwar nicht zwingend notwendig, da die Tiere auch Parthenogenese betreiben, aber um die Zuchtlinie stabil zu halten finde ich es sinnvoll.
Interessant ist es vielleicht noch zu erwähnen, das wir versehendlich Erde mit Gespenstschreckeneiern in die Überwinterungsboxen von den Schlangen gepackt haben - wie auch immer... Die Gespenstschrecken haben sich trots einer durchschnittlichen Temperatur von 10°C perfekt entwickelt. War schon etwas verwunderlich, das auf einmal kleine ameisenähnliche Gestalten (so tarnen sich die kleinen Gespenstschrecken in der ersten Häutung) im umfunktionierten Schlafzimmer herumlaufen... Naja... damit wäre mal wieder bewiesen, wie robust diese Phasmiden doch sind!
Hier noch ein paar aktuelle Bilder von unseren Gespenstern (weibl.):
Ausräumaktion im Großterrarium von Sudi
Aufgrund von Lungenwürmern (Rhabditidae), die aktuell im Kot von Sudi - dem Kapwaran - zu finden waren, müssen wir nun leider das komplette Terrarium ausräumen und reinigen um diesen Endoparasiten keine weitere Chance zu geben.
Gestern Abend begann der Kampf mit der Beseitigung von ca. 440 Liter Erdreich und 225 kg Lehm, Kies und Sand. Hier berichtete ich vor einiger Zeit über das Befüllen des Terrariums. Es ist natürlich verdammt schade, diesen "gut eingetretenen" und perfekt gemischten Terrarienboden nun zu entsorgen, aber mir blieb leider keine andere Wahl.
Dank der Mithilfe von Marc wurde die Arbeitszeit um einiges verringert und wir brauchten mit Pausen und Abendessen, eigendlich nicht lange... (ca. 2 - 3 Stunden)
Natürlich wurde dokumentiert!
Absolute Winterstarre bei Blindschleichen
Schock bei der Kontrolle der Überwinterungsquartiere der Blindschleichen (Anguis fragilis)!
Gerade dachte ich es trifft mich der Schlag... Wie fast jeden Tag kontrollierte ich die Temperatur des Kühlschranks, in dem gerade unsere 1.2 Anguis fragilis überwintern. Ein Weibchen war komischerweise ausgegraben an der Oberfläche in ihrer Überwinterungsbox. Sehr ungewöhnlich bei einer Temperatur von 8°C dachte ich mir...
Ich nahm die Box raus um das Tier zu kontrollieren und lies schon einen Schrei fahren, da das Tier nicht mehr lebendig zu sein schien! Die Schleiche bewegte sich keinen Millimeter und hatte beide Augen geschlossen, verharrte doch in einer total unnatürlichen Position mit angehobenem Kopf und war starr. Auch auf Berührung reagierte das Weibchen nichtmal mit dem leisesten Zucken...
Als ich das Tier aus der Box nahm, bemerkte ich, das sich die Körperspannung des Tieres nicht nach einer Leichenstarre anfühlte und das es sich sogar ganz leicht zu bewegen schien. Natürlich setzte ich das tot geglaubte Weib sofort wieder in ihre Box und beobachtete nochmal ganz genau... Tatsächlich! Sie bewegt sich... *puh und Stein vom Herzen fall und so*
Nach einer Kontrolle der restlichen 1.1 A. fragilis setzen wir nun die Winterruhe mit guter Hoffnung fort! Interessant finde ich, in welch tiefe Starre die Tiere verfallen sind. Dies ist bei gleicher Temperatur bei Zamenis situla nicht zu beobachten.
So far, so good… SickSight.
Standardfütterung von meiner Kettennatter (Lampropeltis californiae)
Wie füttere ich eine Schlange?
Ich möchte hier ganz kurz anreißen, wie ich die Fütterung bei meinen Nattern halte und habe dazu mal ein paar Fotos gemacht. Denn auch eine Schlangenfütterung kann unter Umständen eine kleine Wissenschaft im Großbereich Terraristik sein!
Das Futter in einer sog. Futterbox zu reichen hat im Gegensatz zur Fütterung im Terrarium folgende Vorteile:
- Die Schlange nimmt mit dem Futtertier keinen Bodengrund mit auf, welcher im Verdauungstrakt hinderlich sein könnte.
- Das Futtertier verunreinigt nicht das Terrarium mit Kot, Urin, Blut oder einfach dem Geruch.
- Die Schlange nimmt nicht die ganze Zeit den Geruch des Futtertiers war, sondern sitzt in einem neutralen Terrarium, das nicht nach Futtertier/Maus riecht.
- Mit einer gut gesicherten Ordnungsbox kann die Schlange auch ohne Probleme bis zu einer Nacht darin verweilen.
- Die Fütterung ist hygienisch, da alle Materialien, die mit dem Futtertier in Berührung kommen gut gereinigt werden können.
- und sicher noch weitere...

Hier ist meine Fütterungsbox zu sehen, in der ich alle meine Schlangen füttere (Größen von 1m bis 2,4m). Es handelt sich hierbei um eine Standard-Ordungsbox aus dem Baumarkt, die gut zu reinigen ist und auch eine Sicherung für den Deckel hat.

Mit einem Schlangenhaken nehme ich die Tiere je nach Größe aus dem Terrarium und setze sie in die Futterbox.

Meiner Erfahrung nach ist es unbedingt notwendig sich anzugewöhnen die Schlange vor der Maus in die Box zu setzen. Zum einen mindert das das Verletzungsrisiko der Schlange bei einer Lebendfütterung, zum anderen können sich stressempfindliche Tiere mit geschlossenem Deckel erstmal aklimatisieren, bevor das Futtertier dazu kommt.

Eine Pinzette ist nicht unbedingt notwendig. Allerdings kann es bei der Fütterung von aufgetautem Frostfutter schonmal passieren, das die in Rage gekommene Schlange in die Hand beißt, da diese auch von der Schlange als warmes Objekt wahrgenommen wird.

Nachdem das Mal serviert ist schließe ich einfach den Deckel und sichere ihn gegen die Ausbruchkünste von einer Schlange. Nach ca. 15 Minuten ist es meist gelaufen und ich setze die Schlange wieder mit dem Haken in ihr Terrarium.
The End!
Die Fütterung meiner Tiere kann natürlich auch abweichen, aber ich wollte jetzt hier eine einfache Standardprozedur darstellen, welche auch auf viele andere Arten wie Python regius, Pantherophis guttatus, Orthriophis taeniurus frisei und wie sie alle heißen, größtenteils übertragbar ist. Häufig animiere ich die Schlangen trots Totfütterung auch zur "Jagd" und belebe die Maus mit Bewegungen mit der Pinzette. Ich füttere die Futtertiere auch zu 99% lauwarm, weil ich beobachtet habe, das die Schlangen darauf besser anspringen.
Ich muss noch dazu sagen, das ich nie Probleme habe mit der Fütterung und meine Tiere immer ans Futter gehen. Alle Schlangen sind an diesen Fütterungsablauf gewöhnt und spielen problemlos mit. Jedes Tier hat natürlich seine Eigenarten, auf die eingegangen werden muss.
Fragen, Anregungen und Diskussionen sind gerne gesehen und dafür steht unterhalb dieses Beitrags die Kommentarfunktion zur Verfügung!
Neues Terrarium für die Taiwan Schönnattern
Der Rohbau meines neuen Terrariums, für die Taiwan Schönnattern (Orthriophis taeniurus frisei) in der Größe 250cm x 70cm x 200cm, ist fertig.
Der Bau des Hobbyzimmers geht vorran. Nun haben wir wieder 1,75 m² Grundfläche und 5 m² Rückwandfläche weniger in der Wohnung, was aber für das Orthriophis taeniurus frisei Pärchen durchaus gerechtfertig ist, denn die Nattern sind ca. 2,4 m lang und haben einen regen Bewegungsdrang. Man könnte es sozusagen meine Mindestgröße zur Haltung dieser Schlangenart nennen!
Das Terrarium habe ich aus 12mm OSB Verlegeplatten und Dachlatten gebaut, welche ich mit Metallwinkeln und hunderten Schrauben zu diesem neuen Großterrarium verbaut habe.
Das Terrarium wurde durch diese Bauweise wieder mal so stabil, das man sich dranhängen kann, ohne das sich das Holz auch nur verbiegt.
Ich bin aufgrund des neu gekauften und perfekten Werkzeugs auch total zufrieden mit dem Ergebnis!
Ohne lange Worte zu schwingen, zeige ich euch einfach eine kleine
Foto - Love - Story im von mir gewohnten Stil!

Hier klebe ich die Trittschalldämmmatten, welche auch den Boden vor Druckstellen und Kratzern schützen soll.

Dieser Bodenschutz ist ein wichtiger Bestandteil um später eine Mietswohnung MIT Kaution verlassen zu können!^^

Die fertige Bodenplatte mit einem aufgeschrauben Dachlatten-Rahmen um später die Wände anbringen zu können.

Hier wurden die Stelzen, die später der Wandkonstruktion stabilen Halt geben sollen, mit Metallwinkeln an die Bodenplatte geschraubt.

Das auflegen der Decke in 2m Höhe hat geklappt und die Konstruktion ist auch schon festgeschraubt. Noch hält das ganze nicht, ohne eine Hand, die Mithilft.

Stück für Stück wird der fertige Rahmen nun mit der Verkleidung aus 12mm OSB-Verlegeplatten verkleidet.

Und schon ist ein Rahmen für die Schiebescheiben aus Dachlatten konstruiert. Oben sind nun 25cm Rahmen, rechts und links 30cm und unten 40cm um genügend Bodengrund, Bepflanzung und ein schönes Wasserteil zu ermöglichen.

Nach der Verkleidung der Front wurde hier ein waagrechter 1,9m langer Mittelsteg eingesetzt, der die Glasfront in 2 Teile teilt um die Frontscheiben in 4mm Glasstärke möglich zu machen. Ansonsten würde mir die Statik einen Strich durch die Rechnung machen.

So... der Rohbau ist nun fertig und ist bereit für die Schiebescheiben, die in den nächsten Tagen folgen werden. An dieser Stelle hofft man darauf, das alles gut geht und die Scheiben dann auch passen!^^
In den nächsten Tagen mache ich weiter mit dem Innenausbau des Terrariums. Ich freue mich schon darauf, wenn alles fertig ist.
Ich denke ich werde die Rückwand mit Hypertufa (Hypertufa selbst machen) gestalten und dann anschließend die von Pflanzen überquillende Wohnung plündern, so das das Terrarium irgendwann eine grüne Oase wird. Auch ein Wasserfall ist geplant, wobei ich diesen warscheinlich nachrüsten werde. Die Rückwand werde ich auch auf Basis von Modulen bauen, d.h. erstmal alles vorarbeiten mit Styropor, Fliesenkleber, Hypertuffa, etc. und anschließend einschrauben. So können die Tiere so schnell wie möglich einziehen und müssen nicht warten bis ich in 100 Jahren fertig bin!^^
So far, so good… SickSight.
Aufzucht von Lampropelma violaceopes (ehemals Cyriopagopus sp. blue)
Längere Zeit habe ich gewartet - nun habe ich sie:
0.0.2 Lampropelma violaceopes (ehemals Cyriopagopus sp. blue) erste Fresshaut
Ich möchte hier einen kurzen Überblick geben, wie ich die Tiere momentan untergebracht habe und wie ich mir die Aufzucht von L. violaceopes (Abraham, 1924) vorstelle:
Tagestemperatur: ca. 23°C Terrarianer-Winter-Wohnungstemperatur
Nachttemperatur: ca. 20°C
Terrarium: Heimchendose mit Kokoshumus-/Korkschrotgemisch (mom. ca. 2cm tiefe) als Bodengrund
Terrariumausstattung: Stellenweise Sphagnum zur Feuchtigkeitsregulierung und ein aufgestelltes Korkstück als Versteck.
Standort: rel. dunkel im warmen Zimmer ohne weitere Technik
Das ganze x2 hier auchnochmal auf nem Foto. Man muss ja nicht immer nur die 3m+ Terrarien ablichten. Der Teufel steckt im Detail!
Winterruhe – Die 2. Halbzeit im Kühlschrank
Das vorläufig neue Quartier unserer Europäer ist nun ein Kühlschrank von Bosch.
Bis dato überwinterten wir sie im Schlafzimmer, bei einer Temp. von ca. 10-12°C, was aber das Schlafzimmer unbrauchbar für uns Frostbeulen machte...
Die Kühl-/Gefrierkombi haben wir uns eigenst für die Überwinterung von Reptilien und als Depot für die gefrosteten Futtertiere zugelegt. Das beste an dem Teil ist jedoch, das die Kühl- und Gefrieretage getrennt schaltbar sind, wodurch wir zum Ende der Überwinterungsperiode das Kühlteil einfach abschalten können und so Strom sparen können!
Momentan sind dort folgende Tiere bei 7°C und ca. 77% rel. Luftfreuchte versammelt:
1.2 Zamenis situla (Leopardnattern)
1.2 Anguis fragilis (Blindschleichen)
Mal sehen, wie lange wir die Tiere noch in der Winterruhe belassen, ich denke mindestens bis Anfang März und auf jeden Fall, bis die neue Terrarienanlage steht. Überraschend ist übrigens, das die Tiere trots der niedrigen Temperatur noch erstaunlich aktiv sind. Wer denkt, das die Tiere in einer Winterruhe durchgehend schlafen, irrt.
Seltene Spinne nach Rock Star David Bowie umbenannt
Alter Name: Thelcticopis modesta Neuer Name: Heteropoda davidbowie
Die malaysische Orange Huntsman Spinne wurde vergangenen Jahres aufgrund ihrer Seltenheit nach dem Rock Star David Bowie benannt. Diese Nahmensgebung soll dem Tier mehr Aufmerksamkeit schenken, dessen Lebensraum der Mensch bis jetzt so zerstört hat, das dieses Tier am Rande des Aussterbens ist.
David Bowie wurde als Namensgeber aufgrund seiner Werke "The Rise and Fall of Ziggy Stardust" und "The Spiders from Mars" ausgewählt.
Die nun genannte Heteropoda davidbowie kommt ausschließlich in Teilen von Malaysia vor und ist auch bekannt unter den Terrarianern.
Durch Rodung der Wälder und Zerstörung der Habitate verlieren wir viel zu schnell genetische Ressourcen aus über 300 Millionen Jahren... und das unwiederbringlich.
Ich hoffe, das noch viele Informationen über dieses Tier gefunden werden können um es der Welt zu erhalten. Wildfänge dieser Gattung werden aufgrund der Bedrohtheit der Gattung nicht mehr auf dem freien Markt zu finden sein, daher hoffe ich auf gute Zuchterfolge bei den wenigen Haltern dieser Gattung!
So far, so good… SickSight.
































